musica aperta_03

 

22. Saison 2020 - 2021 
Reservation: 076 518 59 29, Eintritt Fr. 30.- / 20.-    www.musica-aperta.ch   www.villastraeeuli.ch

 

Alter Stadthaussaal, Marktgasse 53, 2. Stock, Winterthur
Mittwoch 9. Juni 2021, 20 Uhr
Achtung! Ort und Zeit geändert!

eventuell.fern
Duo eventuell. Manuela Villiger & Vera Wahl, Saxophon

Duo eventuell_800

Felix Baumann (1961)

unzuhause (2017) für zwei Saxophone

Emilio Guim (1981)

South and North (2017) für Tenor- und Altsaxophon, Video und Elektronik

Francois Rossé (1945)

Kanente (2008) für Altsaxophon und Elektronik

Matthew Sholomowitz (1975)

Letter piece Nr.5 (2008) for perfomer and musician

Mauro Hertig (1989)

One Last Time, The Same (2021) UA, Auftragswerk musica aperta

Alex Mincek (1975)

Ali (2010) für Altsaxophon

Simon Steen-Andersen (1976)

Difficultis Putting It Into Practice (2007) for 2 musicians

Im Projekt „eventuell. fern“ setzt sich das Duo intensiv mit der Thematik der räumlichen und zeitlichen Distanz auseinander. Wie fern und trotzdem nah kann man zu jemandem stehen, wie fern kann ein Ereignis zurückliegen und trotzdem noch ganz präsent in unseren Erinnerungen sein, wie nah und doch so fern können sich zwei Menschen sein? Bewusst versuchen die beiden Musikerinnen die Zuhörer mit solchen Fragen zu konfrontieren und ganz individuelle Erfahrungen zu dieser zeitlichen und räumlichen Wahrnehmung sammeln zu lassen. Die beiden Saxophonistinnen verkörpern währen dem Konzert verschiedene Rollen – sie sind Musikerinnen, Sprecherinnen und Performerinnen – immer stehen jedoch schlicht und einfach zwei Menschen auf der Bühne. Diese Gegebenheit rückt immer mehr ins Interesse der Beiden, und sie suchen nach Wegen, dies auch während dem Konzert ausdrücken zu können. Das Publikum gerät in das Spannungsfeld dieser beiden Individuen und kann die Auswirkungen unterschiedlichster Distanzen hautnah miterleben.

Über das Duo:
Seit der Gründung des Schweizer Duos eventuell. suchen Manuela Villiger & Vera Wahl nach alternativen Formen und Wegen, zeitgenössische Musik authentisch aufzuführen und ihr einen adäquaten Raum zu (er)schaffen. Insbesondere die visuelle Wahrnehmung, die szenische Arbeit und der Einbezug transdisziplinärer Medien sind für die beiden Saxophonistinnen wichtige Anhaltspunkte und verlangen viel Aufmerksamkeit. Vermehrt beschäftigt sich das Duo mit performativen, installativen und ‘nicht-instrumentalen’ Werken sowie mit elektroakustischer Musik unter Einbezug von multimedialen und digitalen Parametern. 
eventuell. strebt danach seine Programme thematisch zu gestalten und setzt sich intensiv mit philosophischen und gesellschaftlich relevanten Fragestellungen auseinander. Dem Duo ist es ein Anliegen, Denkprozesse zu initiieren und einen Raum zu bieten, in welchem man mit wesentlichen Fragen unserer Gesellschaft konfrontiert und zum Nachdenken angeregt wird. Als Konsequenz dessen begann eventuell. auch eigene Werke zu schreiben - im Herbst 2019 führten die beiden Performerinnen mit «eventuell. human» schliesslich ihr erstes Projekt auf, welches ausschliesslich vom Duo konzipiert, komponiert und produziert wurde. 
Manuela Villiger und Vera Wahl absolvierten ihre Studien in den Saxophonklassen an der Hochschule für Musik in Luzern bei Beat Hofstetter und Sascha Armbruster und an der Zürcher Hochschule der Künste bei Lars Mlekusch. Vom Kanton Solothurn wurden beide (Manuela Villiger 2016 und Vera Wahl 2017) mit einem Förderpreis ausgezeichnet und 2021 erhielt das Duo einen Förderpreis der Stadt Olten. Konzertreisen führten sie u. A. nach Spanien, Belgien, Schweden und Serbien.

 dieses Programm als  *.doc

 

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Villa Sträuli, Museumstrasse 60, Winterthur
Dienstag  29. Juni 2021, 20 Uhr

Duo Diversitas - “Fuga dal Getto”
Evgeniya Spalinger - Flöte, Marisa Minder - Gitarre

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Art-Oliver Simon (1966)

Miszellen III (2019) für Flöten und Gitarre

Maxim Seloujanow (1967)

Fuga dal Getto (2019) für Flöte und Gitarre
gefördert durch die SKE und die Stadt Wien, Uraufführung

Tobias Krebs (1993)

Lumi unelma (Schneetraum) (2014/2020) für Flöte und Gitarre

Max E. Keller (1947)

Dialog, Einheit, Kontrast (2020) für Flöte und Gitarre, Uraufführung
mit freundlicher Unterstützung der Fondation SUISA

Michael Quell (1960)

Temps et couleurs (1998) für Flöte und Gitarre

Ulrich Gasser (1950)

Herbstkälte im Nebel (1980) für Flöte und Gitarre

Helmut Zapf (1956)

wenn der Winter kommt (2002) für Flöte und Gitarre

Jean-Jacques Dünki (1948)

Eiland-Stadt-Ebene (1992) für Flöte und Gitarre

"Einen Abend knisternder Hochspannung lieferte das Duo Diversitas aus Basel mit einem vielfarbigen Programm, das zeitgenössische Werke aus der Schweiz, Deutschland und Russland beziehungsreich einander gegenüberstellt." (Fuldaer Zeitung; 23.09.2020)

Ein enorm vielfältiges Programm, äusserst klangsensibel gespielt, mit Interpretinnen und Komponisten aus allen Himmelsrichtungen! Grosse Vielfalt und konzentrierte Essenz in den Miszellen von Art-Oliver Simon (Berlin): Zwölf knappe Stücke brausen wie Visionen vorüber. Fuga dal getto des russischstämmigen, heute in Wien lebenden Maxim Seloujanov hat dem Programm seinen Namen gegeben. "Das ständige Fliehen aus einer „Komfortzone“ und Bemühungen die neuen Orte zum Zuhause zu formen oder zu fertigen, sind charakteristisch für unser heutiges Leben." Der junge Schweizer Tobias Krebs schreibt zu seiner Komposition: "Hauptinspiration für dieses Duo war die eisige Winterlandschaft von Finnland. Lumi unelma heißt „Schneetraum“ auf Finnisch. Gefrorene Seen, verschneite Tannenwälder, Nordlicht und einsame Kälte.” Dialog, Einheit, Kontrast umschreiben die Grundmuster der Komposition von Max E. Keller, im Verhältnis der beiden Instrumente zueinander, aber auch in der Faktur der einzelnen Stimme und im formalen Aufbau. Der Deutsche Michael Quell verwendet Klangfarbe in temps et couleurs I traditionell auf der Suche nach neuen Klang- und Wahrnehmungs-Räumen - wobei er die Gitarre auch mikrotonal verwendet - , zugleich verknüpft er sie aber mit der zeitlichen Dimension. So durchzieht auch ein mittelalterlicher Hymnus das Stück, verfremdet, denaturiert, in zeitgenössische Klangsprache mutiert. In Herbstkälte im Nebel des Schweizers Ulrich Gasser wird in einem stetig sich verengenden Prozess die Musik immer kälter und löst sich im Nebel auf. Eine ähnliche Metaphorik liegt dem Gedicht von Wolfgang Hilbig zugrunde: "wo jetzt hingehn, wenn der winter kommt / und der lästige schnee fällt", das den Berliner Helmut Zapf zu seinem Stück inspirierte. Für den dritten Satz seines Werkes Eiland - Stadt - Ebene verwendete der Schweizer Jean-Jacques Dünki Rhythmen und Melodien, die er von jemenitischen Hirtenflöten und arabischen Lauten gehört hatte: "Ich verstehe dieses Werk als einen nachdenklichen Gang, von wenigen kapriziösen Momenten aufgelockert, durch heterogene, sich verändernde Klanglandschaften."
Das Konzert wird von SRF 2 Kultur aufgezeichnet und zu einem späteren Zeitpunkt gesendet.

Evgeniya Spalinger (in Moskau aufgewachsen) und Marisa Minder lernten sich während ihres Studiums an der Musik Akademie in Basel kennen. Der Erfolg war dem Duo Diversitas auf Anhieb beschieden: im Jahre 2016 erhielten sie den 1. Preis beim internationalen Wettbewerb für Kammermusik in Bale Valle, Kroatien, gefolgt 2017 vom 1. Preis beim internationalen Wettbewerb Danubia Talents in Vac (Ungarn). Das Duo konzertiert regelmässig in ganz Europa. Bisheriges Highlight war eine Tournee in Italien und Kroatien 2018. 

  https://www.marisaminder.com   www.evgeniyaspalinger.ch.
  youtube chanel von Marisa Minder https://www.youtube.com/channel/UC3IOqOg9fhDuHGKBoNKiy6Q 

weitere Konzerte:  Sonntag, 27.Juni 2021, 17 Uhr, maison 44, Steinenring 44, Basel  (kürzeres Programm)
                 Freitag, 22. Okt.
2021, Konzertreihe " Die rote Brille ", Wien;

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