musica aperta_03

 

Covid_eckig23. Saison 2021 - 2022 
Reservation: 076 518 59 29, Eintritt Fr. 30.- / für Studierende Fr. 20.- 
www.musica-aperta.ch

 

Alter Stadthaussaal, Marktgasse 53, Winterthur
Freitag  26. November 2021, 20 Uhr

Duo eventuell
Vera Wahl und Manuela Villiger, Saxophon

Duo eventuell_800

Mauro Hertig (1989)

One Last Time, The Same (2021)
Uraufführung des Auftrages von musica aperta (Nachtrag der Saison 2020/21)

 

Trio catch
Boglárka Pecze - Klarinette; Eva Boesch - Violoncello; Sun-Young Nam - Klavier

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Jakub Rataj (1984)

IOI (Interludium - Oringin’s Ichor) (2018)

Daniela Terranova

flowers endlessly open (2020) 

Helmut Lachenmann (1935)

Allegro Sostenuto (1986-88)

Wie klingt ein unfreiwilliger Kanon? Im Stück “One Last Time, the Same” von Mauro Hertig wird Scheitern zum Programm - Eine Saxofonistin imitiert die andere übers Ohr so direkt nachfolgend wie nur möglich, mit den zu erwartenden kleinen und grossen Ungenauigkeiten. Im ständigen Wechselspiel zwischen Komplexität und Simplizität entstehen dadurch mal klare, mal grob verformte Momente - als ob ein Malerpinsel von einer viel zu nervösen Hand geführt wird.

Nicht gescheitert, aber gebrochen wird in Helmut Lachenmanns “Allegro Sostenuto” - nämlich die Magie, welche aus den feinen Klängen herausgekitzelt wird, nur um danach als Trick entlarvt zu werden. Eine 30-minütige Zauber- und Enthüllungsshow, in der musikalische Gesten aus allen möglichen Blickwinkeln seziert und wieder zusammensetzt werden.

Ganz dem Sog des nicht-linearen Prozesses wiederum vertrauen die Stücke von Daniela Terranova und Jakub Rataj: Man kann nicht voraussehen, wann die Blätter einer Blume fallen; sicher ist nur, dass sie es alle irgendwann tun. Dieser Form der konzentrierten Aktion von Vor-Während-Nach geht Terranovas Stück in oszillierenden Klangflächen auf den Grund. In Ratajs IOI dient wiederum eine fliessende Quelle als Ursprung, deren fliessendes Produkt nach und nach unumkehrbar verändert wird. Das Kippen der Schalter geschieht mal unbemerkt, mal offensichtlich, aber nie den ständig sich verändernden Fluss unterbrechend. (Mauro Hertig)

Mauro Hertig ist Komponist mit einem breiten Output von Ensemblestücken, Kammermusik, konzeptuellen und ortspezifischen Stücken. Sein Werkfokus liegt auf den phänomenologischen Manifestationen von Puls, der Sichtbarmachung von musikalischer Erinnerung und dem ambivalenten Verhältnis von der Partitur zum Klang.
Sein Studium in zeitgenössischer Komposition absolvierte er an der Zürcher Kunsthochschule in der Klasse von Isabel Mundry (BA) und an der Kunstuniversität Graz in der Klasse von Beat Furrer und Klaus Lang (MA).

Catch! Das Publikum fangen. Die so unterschiedlichen Klangfarben von Klarinette, Violoncello und Klavier virtuos zur Entfaltung bringen und sich dabei immer wieder neu auf die Suche nach dem gemeinsamen, unverwechselbaren Klang begeben – das macht das spezielle Profil des Trio Catch aus. Das in Hamburg beheimatete Trio arbeitete in den neun Jahren seines Bestehens bereits mit zahlreichen Komponisten zusammen. 2014 erschien beim Label col legno die Debüt-CD des Trios „in between“, 2016 die CD „Sanh“. Die dritte CD „as if“ (erschienen 2019 beim Label bastille musique) wurde mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Eine rege Konzerttätigkeit führte das preisgekrönte Trio Catch bisher durch Südamerika, Asien und Europa sowie zu Festivals wie Ultraschall Berlin, Musica Strasbourg, Heidelberger Frühling, Schleswig-Holstein Musikfestival, Klangspuren Schwaz und Wittener Tage für neue Kammermusik. Highlights der Saison 2019/20 sind Auftritte in der TauberPhilharmonie Weikersheim, im Schumann Haus Leipzig sowie bei den Festivals Festival d’Automne in Paris, November Music in ´s-Hertogenbosch und Contempuls Prag. (www.triocatch.com)

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Alter Stadthaussaal, Marktgasse 53, Winterthur
Sonntag,  5. Dezember 2021, 17 Uhr

FISCHER SINGER STREIFF
Sébastien Singer (Cello), André Fischer (Gitarre), Egidius Streiff (Violine)

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Egidius Streiff A_a_480h-380

Philipp Racine (CH, 1958)

SOIF für Violoncello und Gitarre (2021, Uraufführung)

Zoltan Kodaly (1882-1967)

Duo op.7 für Violine und Violoncello

Andreas Pflüger (CH, 1941)

cinque fantasie für Trio (2021)  Auftrag Musica Aperta, UA

Leo Brouwerla (1939)

Dialogos de la Isla y el Mar (2017, Duo Fischer Singer gewidmet)

Ricardo Lopes Garcia, (BR,1950)

Fantasia Concertante für Violine, Violoncello und Gitarre (1988)

Die beiden Musiker Sébastien Singer und André Fischer bilden seit ihrer Studienzeit ein Duo. Ihre stetige Suche nach einer klanglich optimalen Verschmelzung ihrer Instrumente und Diskussionen über Gott und die Welt trugen nicht nur zu einem überaus harmonischem Zusammenspiel sondern auch zu einer tiefgreifenden Freundschaft bei. Ihre Aufnahmen der Gambensonaten von Bach erhielt den «Granny-Award». und die für sie geschriebenen Duos sind ein Fest – nicht nur für Gitarrenfreunde!

So ist das erste Werk «SOIF» stark geprägt durch die Pandemiemonate und den einhergehenden Durst nach Ausdruck: Philippe Racine hat seine «verdursteten Gefühle» in Musik gesetzt… Leo Brouwers Kompositionen für Gitarre sind seit langem zum Repertoire geworden. Wir sind stolz, dass das Duo ein exklusiv für sie geschriebenes Werk mitbringt: Brouwer verschmilzt in «La Isla y el Mar» auf ideale Weise die Klangfarben und technischen Möglichkeiten der beiden Instrumente.

Egidius Streiff und Sébastien Singer trafen sich über ihren gemeinsamen Mentor Walter Grimmer – mit dem sie zuletzt auch das Schubert Quintett einspielten. Hier spielen sie eines der virtuosen Paradestücke für Violine und `Cello: Zoltan Kodalys Duo op. 7 wird gemeinhin als spätromantisches Werk gehört; wir wollen das ungarische Lament und den zuweilen unflätigen Witz – wie so oft in Lassù-Friss Kompositionen – hörbar machen. Gemeinsam spielen die drei neugeschriebene Trios. Zu unserer Freude konnte musica aperta einen Kompositionsauftrag an Andreas Pflüger vergeben: Die cinque fantasie sind fünf kurze Stimmungsbilder, eigens für die drei Musiker geschrieben. Hingegen sind die Fantasia concertante eine Hommage an Brasilien und spezifisch an Heitor Villa Lobos, der für die jedem Volk eigenen musikalischen Gefühle und Techniken plädierte. Dementsprechend hören wir Erinnerungen an die Bachianas 7 und 8, an die Préludes und Études für Gitarre oder an das Sextuor mystique, woraus Ricardo Garcia eine Tonabfolge übernahm, die als Grundmaterial für alle drei Sätze dient.

www.egidiusstreiff.ch 
www.singerfischer.ch

 weitere Konzerte: 4.12.2021,19.30h BauArt Basel, Claragraben 160, Tel. +41 61 6818138
 weiteres Konzert mit anderem Programm: Do  2.12. in Neuchâtel

 Dieses Programm als *.doc

 

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