musica aperta_03

 

21. Saison 2019 - 2020 
Reservation: 076 518 59 29, Eintritt Fr. 30.- / 20.-    www.musica-aperta.ch   www.villastraeeuli.ch

 

Villa Sträuli, Museumsstrasse 60, Winterthur
Donnerstag 12. Dezember 2019, 20 Uhr

Capricci e Capricci: Niccolò Paganini & Salvatore Sciarrino
Egidius Streiff - Violine

Egidius Streiff Capricci

Niccolò Paganini (1782-1840)

6 capricci op.1 (1802-1817)

Salvatore Sciarrino (1947)

6 capricci (1976)

Schwindelerregende Virtuosität und meditative Konzentration!

Ich bin ein echter Autodidakt“, sagt der 1947 in Palermo geborene Komponist Salvatore Sciarrino von sich. Er suchte stets eigene Wege in der Musik und fand schließlich zu einer einzigartigen Klangsprache, die das Verhältnis zwischen Klingen und Schweigen neu definiert. Dennoch ist für sein Schaffen das Aufgreifen und Weiterführen musikalischer Traditionslinien sehr wichtig. So reiht er sich mit seinen 1975/76 entstandenen Capricen in eine lange Tradition von virtuosen Kompositionen für Solo-Violine ein. Beginnend im 18. Jahrhundert mit Locatelli und Tartini, führte Niccolò Paganini sie mit seinen 1820 veröffentlichten 24 Capricen op. 1 zu einem Höhepunkt. Dieser Zyklus hatte fortan Modellcharakter. So deutet auch Sciarrino den Begriff „Capriccio“ in diesem traditionellen Sinn als „virtuose, akrobatische Übung“ und schließt musikalisch direkt an sein Vorbild an. Durch die für Sciarrinos Musik typischen, geräuschhaften Klänge scheinen Gesten Paganinis deutlich hervor: Die Arpeggio-Bewegungen der ersten Caprice übernimmt Sciarrino, kehrt sie um bzw. führt sie in die Höhen der fünfgestrichenen Oktave. Sciarrinos zweite Caprice greift die Trillerketten der sechsten von Paganini auf, während die schnellen Läufe der 16. Caprice Vorbild für das Presto in Sciarrinos Zyklus wurden. Sciarrinos letzte Caprice lehnt sich mit der Wiederaufnahme der wichtigsten Motive an die letzte Caprice von Paganini.

Egidius Streiff verwebt in seinem Programm die Werke der beiden Italienischen Komponisten und erntete dafür begeisterten Beifall bei Publikum, Kritikern – und Salvatore Sciarrino bezeugte: «Nun höre ich das erste Mal die Kombination, wie ich sie mir vorstellte». Der Schweizer Geiger – seit einigen Jahren Mitglied von Musica Aperta und in Winterthur bestens eingeführt – ist nicht zuletzt bekannt für seine Auftritten mit Violine solo: «Es ist eine eigenartige Mischung zwischen Eigenverantwortung, Risiko und direkter Zwiesprache mit dem Publikum. Am Capricci-Programm liebe ich ganz besonders den wunderbaren Moment des „Auftauchens“ nach einer knappen Stunde gemeinsamer Konzentration.“              www.egidiusstreiff.ch

weiteres Konzert: 8.Dezember 17.00h, Gare du Nord, Schwarzwaldallee 200, Basel

 

1. Januar 2020, 20 Uhr - Alter Stadthaussaal,
Marktgasse 53 (über dem Kellertheater), Winterthur

Werner Bärtschi zum siebzigsten Geburtstag

Werner Bärtschi 70_q_800

Belenus Quartett
Seraina Pfenninger - Violine, Anne Battegay - Violine
 Esther Fritzsche - Viola, Jonas Vischi - Violoncello

Belenus Quartett_800

Werner Bärtschi, Klavier

Werner Bärtschi (1950)

In Trauer und Prunk (1984)

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791)

Klavierquartett Es-dur KV 493 (1786)
   Allegro
   Larghetto
   Allegretto

 

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Terry Riley (1935)

El Hombre (1993)

Werner Bärtschi

Fünf Arten, sich am eignen Schopfe aus dem Sumpf zu ziehen
für Klavier und Streichquartett (1996-2009)
   Wiederkehrende Signale
   Sehr zart vorzutragen
   ‘Ενδεκα (Hendeka)
   Es sind die Schnecken, die den Weg am besten kennen
   Capriccio

 Werner Bärtschi verkörpert die früher selbstverständliche Einheit von Komponist und Interpret. Wie stark die beiden Tätigkeiten sich gegenseitig befruchten, zeigt sich im klug zwischen Eigenem und Fremdem ausbalancierten Programm: Dem beginnenden Klaviersolo, das experimentelle Klang- und Geräuscheffekte in die tradierte Musiksprache integriert, folgt ein Mozartsches Klavierquartett, das alles auf die knappste Form reduziert. Und zum spanisch angehauchten El Hombre gesellen sich abschliessend Bärtschis gross angelegte "Fünf Arten, sich am eignen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen"

ein ausführlicher Bericht zum Konzert von Werner Bärtschi selbst.doc

 

 

 

 

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