musica aperta_03

 

22. Saison 2020 - 2021 
Reservation: 076 518 59 29, Eintritt Fr. 30.- / 20.-    www.musica-aperta.ch   www.villastraeeuli.ch

 

Alter Stadthaussaal, Marktgasse 53, Winterthur
Freitag  9. April 2021, 20 Uhr

Ensemble Horizonte - Bekenntnisse
Ensemble Horizonte Detmold
: Dante Montoya (Flöte), Jörg-Peter Mittmann (Leitung, Englischhorn), Merve Kazokoglu (Klarinette),
 Helene Schütz (Harfe), Mareike Neumann (Violine), Maria Pache (Viola), Martina Styppa (Violoncello)
Yukinobu Ishikawa (Schlagzeug),

2020-11-04_ Ensemble Horizonte_800

Max E. Keller (1947)

Holzschnitte (2017)) für Flöte, Klarinette, Harfe, Schlagzeug und Streichtrio

Jean-Luc Darbellay (1946)

... bei einem Engel irgend (2017) für Flöte, Klarinette, Harfe, Schlagzeug und Streichtrio

Sofia Gubaidulina (1931)

Garten von Freuden und Traurigkeiten (1980) für Flöte, Viola und Harfe

Jörg-Peter Mittmann (1962)

Jenseits der Bläue (2013) für Flöte, Klarinette, Harfe, Schlagzeug und Streichtrio

Farzia Fallah (1980)

Lalayi - ein Schlaflied für Sohrab (2017) für Streichtrio

Malika Kishino (1971)

Lamento (2014) für Violine und Viola

Sven-Ingo Koch

Il Ricordo della Ciacona

Die Funktionen von Musik sind vielfältig, sie mag unterhalten, mag durch Strukturen begeistern, mag zu Bewegung anregen, in meditativ-psychedelische Zustände versetzen – oder aber sie mag ein mehr oder weniger fest umrissenes, bekenntnishaftes Anliegen zum Ausdruck bringen. Traditionell ist Letzteres vor allem in der Sakralmusik anzutreffen, in jüngerer Zeit ähnlich auch in politischer Musik. Hier dient die Musik vorzugsweise dem zugrundeliegenden Wort in der Vermittlung bekenntnishafter Inhalte. Wie aber kann eine textfreie Musik bedeutungsvolle Gehalte ausdrücken? – Gerade die Neue Musik bietet dafür aufschlussreiche Beispiele. Nicht zuletzt rückt hier die Anspielung, das Zitat in den Vordergrund. Die Beiträge des Programms „Bekenntnisse“ beleuchten eine Vielfalt unterschiedlicher Bekenntnisse, teils sehr persönlicher, teils allgemeiner ästhetischer oder gesellschaftlicher Natur.

Da hinterfragt Max E. Keller die Gesellschafts-Visionen des 20. Jahrhunderts, Farzia Fallah greift sensibel die Kriegs-Ahnungen des persischen Dichter Sohrab auf, Jean-Luc Darbellay vertont einen Aphorismus Paul Klees über die Vergänglichkeit, Salvatore Sciarrino gestaltet eine verwegen karge Apotheose seiner sizilianischen Heimat, Frederic Pattar nähert sich voll untergründigem Hintersinn Paul Celan und Jörg-Peter Mittmann spürt einem Sehnsuchtsort romantischer Kunstreligion nach.

Seit 1990 widmet sich das Detmolder ENSEMBLE HORIZONTE in variabler Formation vom Duo bis zum 16-köpfigen Ensemble vor allem der zeitgenössischen Musik, häufig aber auch den vielfältigen Beziehungen zwischen Tradition und Moderne sowie der Wechselwirkung zwischen Musik und anderen Kunstgattungen. Thematische Programme und das Eingehen auf spezifische Raumsituationen stiften Kontexte, die auch dem unvorbereiteten Hörer Orientierung in der Klangwelt der Moderne vermitteln.                         www.ensemblehorizonte.de

weitere Konzerte:
Samstag 10. April, 20 Uhr, L'art pour l'Aar, ”Rotonda” Saal derDreifaltigkeits Pfarrei, Bern
Sonntag, 11. April, Bonn, Sankt Helena

 Dieses Programm als  *.doc

 

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Alter Stadthaussaal, Marktgasse 53, Winterthur
Dienstag  11. Mai 2021, 20 Uhr

Colores Trio
Colores Trio:
Matthias Kessler, Luca Staffelbach und Fabian Ziegler - Perkussion

Colores Trio_800

Rainer Rubbert (1957)

Amorces (2020/21) für Schlagzeug Trio, UA des Auftrages von musica aperta

Thierry de Mey (1956)

Musique de Table (1987)

Olivier Messiaen (1908-1992)

Prelude for Piano (1964)

Darius Milhaud (1892-1974)

Scaramouche (1937)

Maurice Ravel (1875-1937)

Le Tombeau de Couperin (1914-1917)

Claude Debussy (1882-1918)

Arabesques 1 & 2 (1888-1891)

Camille Saint-Saens (1835-1921)

Danse Macabre (1872)

N.J. Zivkovic (1962)

Trio per Uno (1998/99)

musica aperta öffnet sich für eine spezielle Auseinandersetzug mit der Tradition: Das Colores Trio präsentiert zum einen Werke aus dem späten 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, welche in neuen Arrangements für Schlagzeugtrio jung und frisch klingen. So erscheinen diese bekannten und etablierten Werke in neuem Lichte, verborgene Qualitäten klingen auf. Andererseits spielt das Trio neue Werke, auch eines mit einer ausgeprägt szenische Komponente, nämlich die Musique de Table, wo drei Händepaare einen virtuosen Tanz auf drei Holzplatten ausführen. Auch das Entstehen neuer Werke
ist dem Colores Trio ein grosses Anliegen: vom Berliner Rainer Rubbert erklingt das neue Werk: "amorce [amORs] f: / Zünder, Auftakt, Köder, Beginn,
[Film]anfang, erstes Teilstück, Keim / 19 Initialereignisse, die mehr versprechen könnten, sich aber selbst genügen."

Energiegeladen, facettenreich, innovativ. So präsentiert sich das Colores Trio, bestehend aus Matthias Kessler (*1997), Luca Staffelbach (*1996) und Fabian Ziegler (*1995). Die jungen, preisgekrönten Musiker aus der Schweiz und aus Österreich verbinden eine langjährige, ungebrochene Leidenschaft für das Schlagwerk und eine unendliche Spielfreude. Diese Eigenschaften kombinieren sie im virtuos aufspielenden Colores Trio. Kessler, Staffelbach und Ziegler pflegen ein breites Spektrum der perkussiven Literatur.

 

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Alter Stadthaussaal, Marktgasse 53, Winterthur
Sonntag  30. Mai 2021, 20 Uhr

Reminiszenzen
Streiff Quartett: Egidius Streiff, Daniela Müller, Mariana Doughty, Ekachai Maskulrat

L. v. Beethoven (1770-1827)

Streichquartett op 130 (1826), Adagio ma non troppo – Allegro

Sunjoo Cho (Korea,1988)

Reminiszenz (2019)

Beethoven

op 130, Presto & Andante con moto, ma non troppo

Sebastian Meyer (CH, 1994)

people of the twentyfirst century (2019)

Beethoven

op 130, Alla danza tedesca. Allegro assai

Heidi Baader-Nobs (CH, 1940)

Ballade pour Nouria (2014)

Beethoven

op 130, Cavatina. Adagio molto espressivo – attacca & Finale. Allegro

 

 

Erinnerungen: Verflossene Eindrücke vermischen sich in uns, wir erahnen wunderbare Bilder und Klänge. Nun nimmt uns die koreanische Komponistin Sunjoo Cho mit auf eine Erinnerungsreise durch ihre Klangwelt. Die Werke von Heidi Baader-Nobs sind von höchster Stringenz – umso überraschender präsentiert sich die Ballade pour Nouria als leicht hingetupftes «petit rien» mit zuweilen onomatopoetischen Anflügen. Sebastian Meyer,der jüngste Komponist, erforscht das Obertonspektrum der vier Streichinstrumente, wobei die Multiphonics je nach Instrument, Bogen, Strichgeschwindigkeit und Kontaktstelle anders irisieren.

      weitere Konzerte Dienstag, 11. Mai 19.30 Uhr, Gare du Nord, Basel
                    
Samstag, 15. Mai 11.00, Plantage Bremen

 

 

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